Läuft. Irgendwie.

Ausgleich. Burn-Out-Prävention. Soul Food. Selbstoptimierung. Mindfullness. Fitness. Achtsamkeit. Freizeit. Feierabend. Decompressing. Yoga. Abschalten. Netflixen. Chillaxen. Bewegungsdrang. Wellness. X-Schritte-Anti-Stress-Programm. Internet-Detox. Offlinezeit. Meditation.

Euer Ernst? Klingt doch auch wieder stressig.

So viele Herausforderungen der Lehrerberuf auch mit sich bringt, so viele Entscheidungen wir pro preußischer 45-Minuten-Einheit auch fällen müssen (laut Statistik an die 350), so viele individuelle Methoden des Ausgleichs gibt es auch.
Nein, die sogenannten Stressoren zu beseitigen, ist keine Option. Ich kann ja die Kinder nicht rauswerfen oder der drölften Reform seitens der Senatsverwaltung den Rücken kehren. Ersteres will ich auch gar nicht. Auf der letzten Klassenfahrt haben mir die lieben Kleinen eine Schlammpackung im See verpasst, was unbedingt unter Wellness zu verbuchen ist. Das ständige Dinge-vom-Boden-aufheben kommt der yogischen halben Vorbeuge (Uttanasana) gleich; den Rest erledigt das Yogastudio meines Vertrauens. Ich renne ständig Kindern, Kollegen und Eltern hinterher, was die verordneten 10 000 Schritte pro Tag locker übertrifft. Wenn ich in Konferenzen oder Dienstbesprechungen in Gedanken abschweife, ist das dann nicht ebenso Teil einer Meditationspraxis? Außerdem lachen wir dort unheimlich viel. Soll ja auch gesund sein.
Die Herbstferien neigen sich nun dem Ende zu und ich freue mich vor allem wieder auf die kleinen und großen Menschen. Nach einem dekadenten Wellnesstag mit Frau Stilsicher, einer fulminanten Städtereise mit Frau Otter, Serienmarathons, Lesestoff, Laufversuchen und Arbeit mit völlig freier Zeiteinteilung geht es wieder in die Vollen.